Wenn Sie eine Instanz aus einem AMI starten, kann zusätzlich zu den Compute-Kosten —der EC2-Instanz— ein Kostenanteil für die Software des Images anfallen. Diese Kosten gliedern sich vor allem in drei Modelle: kostenlos (Open Source), Abrechnung pro Stunde zusammen mit der Instanz und BYOL (eigene Lizenz mitbringen).
Wer den Unterschied versteht, vermeidet Überraschungen auf der Rechnung und Probleme bei der Lizenz-Compliance.
Die Modelle im Klartext
| Modell | Wie Sie zahlen | Hauptvorteil |
|---|---|---|
| Kostenlos oder Open Source | Sie zahlen nur die Instanz | Minimale Kosten, keine Softwarelizenz |
| Pro Stunde (PAYG) | Software wird pro Nutzungsstunde abgerechnet | Ohne Bindung: skalieren und abschalten |
| BYOL | Sie nutzen eine vorhandene Lizenz weiter | Frühere Investition nutzen, Kontrolle behalten |
Die drei Softwarekostenmodelle bei einem Maschinen-Image.
Stundenpreis: Flexibilität vor allem
Beim Pay-as-you-go-Modell kommen die Softwarekosten zu denen der Instanz hinzu und werden pro Nutzungsstunde oder -sekunde abgerechnet. Ideal bei variabler oder unvorhersehbarer Last: keine Anfangsbindung, Sie skalieren bei Bedarf und zahlen beim Abschalten nichts mehr. Der Haken: Bei intensiver, konstanter Nutzung kann es langfristig teurer werden, als eine eigene Lizenz zu amortisieren.
- Dafür: keine Anfangsinvestition, volle Elastizität, Wartung und Support oft inklusive.
- Dagegen: Stundenkosten, die rund um die Uhr summiert eine amortisierte Lizenz übersteigen können.
BYOL: nutzen, was Sie schon haben
Mit Bring Your Own License verwenden Sie eine bereits vorhandene Lizenz —etwa aus einem Unternehmensvertrag— auf einem Cloud-Image weiter. Das kann Kosten senken, wenn Sie bereits in Lizenzen investiert haben, bringt aber Pflichten mit sich: Sie müssen die Herstellerbedingungen einhalten, die Portabilität der Lizenz in die Cloud prüfen und die Compliance selbst verwalten.
- Dafür: nutzt frühere Investitionen, mögliche Ersparnis bei konstanter Nutzung, Kontinuität mit Ihrem Anbieter.
- Dagegen: Compliance-Komplexität, Risiko einer Herstellerprüfung und Verwaltung auf Ihrer Seite.
Versteckte Kosten, auf die Sie achten sollten
- Speicher: Die EBS-Snapshots des Images kosten Geld, auch wenn die Software kostenlos ist.
- Datentransfer zwischen Regionen oder ins Internet.
- Support: Im Stundenpreis enthalten oder extra?
- Instanztyp: Die Software kann größere Instanzen erfordern und den Compute-Anteil verteuern.
- Lizenzportabilität: Manche BYOL-Lizenzen verlangen Dedicated Tenancy, was teurer ist.
Wie entscheiden
Die Faustregel: Für variable oder kurzlebige Lasten gewinnt der Stundenpreis meist durch Flexibilität. Für konstante 24/7-Lasten mit langer Lebensdauer kann das Amortisieren einer Lizenz oder das Reservieren von Kapazität die Gesamtkosten senken. Rechnen Sie mit Ihrem realen Nutzungsprofil —nicht mit dem Worst Case— und beziehen Sie die versteckten Kosten ein.
Häufig gestellte Fragen
Was ist günstiger, BYOL oder Stundenpreis?
Das hängt von der Nutzung ab. Der Stundenpreis gewinnt bei variablen oder intermittierenden Lasten; BYOL kann sich bei konstanter 24/7-Nutzung lohnen, wenn Sie bereits Lizenzen zu amortisieren haben.
Bedeutet kostenlose Software in einem AMI null Kosten?
Nicht ganz: Auch wenn die Software Open Source ist, zahlen Sie weiterhin Instanz, Snapshot-Speicher und Datentransfer.
Welche rechtlichen Risiken hat BYOL?
Sie müssen die Herstellerbedingungen zu Cloud-Nutzung und Lizenzportabilität einhalten. Ein Verstoß kann bei einer Prüfung auffliegen, daher lohnt ein gründlicher Blick in die Bedingungen.
Bei imaxe.cloud helfen wir Ihnen, das Kostenmodell jedes Images zu verstehen, damit Sie mit klaren Zahlen entscheiden.



